02.09.13

SEEN & BELOVED / filigree jewelry

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Urban Outfitters. 
Auch wenn ich es mir bisweilen immer wieder gern eingeredet habe: Ich bin kein großer Schmuckträger. In der Vergangenheit habe ich mich immer wieder zu dem Versuch hinreißen lassen, aktuelle Schmucktrends an mir selbst auszuprobieren. Über lange Ketten bis zum Bauchnabel, kürzere Ketten bis zur Brust, opulente Statementketten, puristische Ketten bis hin zu kleinen Ohrsteckern, größeren Ohrhängern, breiten & schweren Armbändern und den verschiedendsten Ringen. Das mag auf den ersten Blick immer gut ausgesehen haben (bis auf einige Ausnahmen vielleicht), aber irgendwie war das doch nie wirklich meins. Im Spiegel wirkte für mich trotzdem immer alles stimmiger, wenn ich auf die Kette und die Ohrringe verzichtete. 

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Links: Urban Outfitters. Rechts: H&M Divided.
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Links: ASOS. Rechts: Urban Outfitters.

Große Armbänder störten mich schon immer, genauso wie zu viele Ringe. Im Ernst, wer mit zehn Ringen an den Fingern komfortabel mit einem Stift umgehen und schreiben kann, der hat schon längst die Schmerzen ausgeblendet. Von einer "Schönschrift" kann dann auch keine Rede mehr sein - zumindest bei mir. Ungeachtet der Verhaltensfrage beim Händewaschen: Entweder Ringe anbehalten (schnelles Verfärben des Metalls und unangenehmes Gefühl von nasser Haut unter den Ringen akzeptieren) oder aber alle Ringe absetzen (einen stundenlangen Prozess und eventuelles Verlorengehen des Fingerschmucks in Kauf nehmen). Da ich mich bis dato immer für letztere Variante entschieden habe, ging damit auch das Schrumpfen der Anzahl der Ringe pro Hand einher. Mittlerweile trage ich maximal vier Stück auf zwei Hände verteilt, größtenteils aber nur ein bis zwei. Auf Armbänder verzichte ich meist komplett, so wie auch auf Ohrringe oder Ketten.

Gut gut, um diese Erkenntnis bin ich also in den letzten Monaten und Jahren reicher geworden. Trotzdem wollte irgendetwas in mir dem Schmuck doch nicht so recht absagen und meldet sich jedes Mal mit einer gerunzelten Stirn zu Gesicht, wenn ich hier und da auf filigranen und recht unscheinbaren Schmuck traf. Das musste doch etwas bedeuten. Also gab ich diesem Gefühl immer wieder nach und kann inzwischen sagen: Minimalistischer Schmuck funktioniert ganz wunderbar an mir und mit mir. Mit meinem Alltag, der aus Schreiben Schreiben Schreiben und Tippen Tippen Tippen besteht. Und überhaupt.

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Links: Oma. Rechts: Urban Outfitters.
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H&M.

Eine besondere Liebe hege ich zu der kurzen Goldkette mit rundem Anhänger von Urban Outfitters, die ich in Kopenhagen erstanden habe. Desweiteren trage ich dieser Tage bevorzugt Fingerspitzenringe - also solche Exemplare, die in der Mitte des Fingers zwischen den Fingerknöcheln sitzen. An meine Ohren kommt ebenso filigraner Schmuck und sogar solcher mit einem Schmuckstein in der Mitte. Hätte ich früher wahrscheinlich nie getragen, allerdings waren diese hier ein Geschenk meiner Großmutter, die sie früher selbst getragen hat. Außerdem in Kopenhagen erstanden habe ich die großen Creolen von H&M (gibt's auch bei uns) und hier zeigt sich einmal mehr, dass Ausnahmen die Regel bestätigen. Diese Ohrringe sind nämlich so gar nicht filigran, sondern opulent, schwer und damit ein willkommener Hingucker für so manchen Look.

Zusammengefasst: Das Fräulein mag es minimalistisch und in Gold. Dünn, clean und geometrisch darf es zugehen, aber auch kleine, seltene Ausflüchte zu größerem Schmuckwerk werden ab und zu unternommen.

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